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Die Bewerbung

Die Mehrzahl aller Schülerinnen und Schüler haben das Ziel, eine betriebliche Ausbildung zu beginnen.
Durch die gestiegenen Bewerberzahlen wachsen auch die Auswahlmöglichkeiten der Betriebe.
Daraus folgt, dass auch die Anforderungen an die Bewerbungen wachsen. Oftmals erreicht die Betriebe
eine große Anzahl an Bewerbungen.
Um daraus die passenden Bewerber zu finden, führen die meisten Betriebe eine Vorauswahl durch.

Grundsätzliches

Für die Bewerbung gibt es grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten. Eine Bewerbung kann persönlich,
telefonisch, schriftlich (auf Papier) oder per E-Mail erfolgen.
Gerade für Jugenliche mit einem nicht so guten Zeugnis ist es ratsam, sich im Vorfeld telefonisch oder
persönlich zu bewerben, damit man ein Vorstellungsgespräch vereinbaren kann.
Gerade bei kleineren Unternehmen kann dies großen Erfolg versprechen. Auch wenn der erste Kontakt
mit dem gewünschten Ausbildungsbetrieb telefonisch oder persönlich aufgenommen wurde, so wird doch
meist eine schriftliche Bewerbung erwartet.

Sicher hast du schon von vielen Seiten massenhaft Informationen zu diesem Thema bekommen.
Trotz der Vielzahl von Tipps im Internet und den zahlreichen Taschenbüchern, die es zu kaufen gibt,
werden noch immer viele Fehler gemacht oder es wird sich erst gar keine Mühe mit den Unterlagen gegeben.
Wichtig zu wissen ist, dass deine Bewerbungsunterlagen ein Aushängeschild für dich sind.
Die häufigsten Fehler sind unsauberes Papier, Rechtschreibfehler und unprofessionelle Bewerbungsfotos.

Welche Unterlagen zu einer Bewerbung gehören und wie sie auszusehen haben, erfahrt ihr im Folgenden.
Für das Bewerbungsschreiben und den Lebenslauf gibt es darüber hinaus einige andere Regeln, die wichtig sind.

Aufbau einer Bewerbung

Eine Bewerbung besteht grundsätzlich aus einem Bewerbungsanschreiben (die eigentliche Bewerbung) und
den dazugehörigen Anlagen.
Zu den zwingend erforderlichen Anlagen gehören der Lebenslauf, das Bewerbungsfoto und Zeugnisse (
Abschlusszeugnis, Arbeitszeugnis, ...).
Alle Anlagen werden dabei in eine Bewerbungsmappe gelegt und das Bewerbungsanschreiben wird oben auf
diese Mappe gelegt (nicht in die Mappe heften!).

Die Anlagen in der Mappe haben grundsätzlich die Reihenfolge:

* Lebenslauf mit Bewerbungsfoto, Zeugnisse und dann andere Anlagen; oder
* Deckblatt mit Bewerbungsfoto, Lebenslauf, Zeugnisse und dann andere Anlagen

Die Zeugnisse und andere Anlagen werden immer in Kopie eingereicht, niemals das Original!
Das ganze wird in einem passenden Umschlag verpackt und an den Empfänger geschickt. Wenn man die
Unterlagen persönlich abgibt, kann man den Umschlag ggf. auch weglassen.
Das wichtigste bei der gesamten Bewerbungsmappe ist, dass sie vollständig, sauber und ordentlich ist.

Das Bewerbungsanschreiben

Das Anschreiben ist der persönlichste und damit wichtigste Bestandteil der Bewerbung.
Es signalisiert dem Leser in kurzer und sachlicher Form, dass man für die ausgeschriebene Lehrstelle geeignet ist.
Das Anschreiben hat grundlegend die Form eines Standardbriefes (gem. DIN 5008). Der enthaltende Text,
um den es ja hauptsächlich geht, ist immer in fünf Abschnitte gegliedert (für mehr Informationen, siehe Beispiel).
Unterhalb des Textes befindet sich noch die Grußformel und die vollständige Auflistung der Bewerbungsanlagen.
Von äußerster Wichtigkeit für den Inhalt des Textes ist es, keine Standardformulierungen aus irgendwelchen
Beispielen, die man so im Internet und in Büchern findet, zu verwenden. Sei kreativ!


Der Lebenslauf

Der Lebenslauf gibt dem Ausbilder einen schnellen Überblick über deinen bisherigen Werdegang.
Er ist ein wesentlicher Bestandteil der Bewerbung und nimmt einen entsprechend hohen Stellenwert ein.
In der Regel sind heute alle Lebensläufe maschinell geschrieben und in tabellarischer Form. Das ist für dich einfacher
zu schreiben und für den Leser übersichtlicher.
Lebensläufe in Aufsatzform müssen nur angefertigt werden, wenn das Unternehmen, bei dem du dich bewirbst,
dies ausdrücklich verlangt.

Grundsätzlich gelten in einem Lebenslauf nur wahrheitsgemäße Angaben! Die Namen deiner Eltern und Geschwister,
sowie deren Berufe, gehören schon seit langer Zeit nicht mehr in einem Lebenslauf. Auch deine Religions- oder
Parteizugehörigkeit nicht. All diese Angaben gehen deinen zukünftigen Arbeitgeber nichts an, obwohl dies auch
heute noch vereinzelt in der Fachliteratur, zum Thema Bewerbung, zu finden ist.
Dies ist aber falsch!

Lebensläufe in Aufsatzform sind eher die Ausnahme, können allerdings bei Vorstellungsgesprächen
trotzdem auf dich zukommen. Es gibt nämlich vereinzelt Unternehmen, die ihren Bewerben nach einem
Vorstellungsgespräch ca. 20-30 Minuten Zeit geben, einen handschriftlichen Lebenslauf zu verfassen.
Dies sei aber nur einmal so nebenbei, als kleiner Tipp erwähnt.

 

Das Bewerbungsfoto

Achte darauf, dass dein Foto ein Argument für und nicht gegen dich ist!
Schließlich ist es der erste Eindruck, den der Empfänger von dir hat. Für das Bewerbungsfoto ist es sehr ratsam,
ein professionelles Foto, das man von einem Fotografen machen lassen hat, zu verwenden.
Diese haben natürlich viel Erfahrung mit Berwerbungsfotos und sind dadurch in der Lage, dich richtig in Szene
zu setzen. Außerdem kann man sich von professionellen Fotografen, auch gleich zum Thema Bildgröße und
Verwendung beraten lassen.

Die Bewerbungsanlagen

Wie unter dem Punkt "Aufbau einer Bewerbung" bereits erwähnt, gehören zu den Anlagen einer Bewerbung ein
Lebenslauf, das Bewerbungsfoto, Zeugnisse und andere Anlagen. Der Lebenslauf und das Bewerbungsfoto wurden
bereits besprochen, also wenden wir uns nun den Zeugnissen zu.
Unter Zeugnissen versteht man Schulabschlusszeugnisse, Ausbildungszeugnisse und Arbeitszeugnisse.
Verwendet werden immer nur die aktuellsten Zeugnisse (also die letzten, die man erworben hat).
Also nicht auf die Idee kommen, ein Grundschulzeugnis bei einer Bewerbung mitzuschicken, das interessiert
niemanden. Das du die Grundschule erfolgreich abgeschlossen hast, wird einfach vorausgesetzt.
Zu anderen Anlagen zählen jegliche Form von Zertifikaten, also Nachweise über Fähigkeiten und Fertigkeiten die du
erworben hast. Zum Beispiel 10-Finger-Schreiben, Fremdsprachenzertifikate, Führerschein, ... .

Hinweis Ganz wichtig noch einmal für die Anlagen:

Alle Anlagen, außer der Lebenslauf und Bewerbungsfoto, werden grundsätzlich
immer in Kopie eingereicht!
NIEMALS DAS ORIGINAL!

Wo finde ich weitere Informationen zu Bewerbungen?

Die gibt es zahlreich im Internet, z.B.:
www.bw-tips.de
www.jungekarriere.de

oder informiert euch bei eurer Agentur für Arbeit. Dort gibt es auch sehr viel Material zu dem Thema Bewerbung.
Wir beraten euch natürlich auch gern!

noch ein paar grundsätzliche Tipps

  • Schreiben Sie Ihre Bewerbung und auch Ihren Lebenslauf (sofern nicht handschriftlich gewünscht)
    möglichst mit dem PC oder mit einer Schreibmaschine.
  • Falls Sie Ihre Unterlagen per Hand schreiben, achten Sie auf ein sauberes, gut lesbares Schriftbild.
  • Gliedern Sie den Text und bilden Sie kurze, präzise Sätze (weniger ist sehr oft mehr).
  • Vermeiden Sie Rechtschreib- oder Tippfehler, Radierungen oder Änderungen.
  • Benutzen Sie weißes Briefpapier in DIN A4 Format (min. 80g/m², besser noch 100g/m²).
  • Links und rechts jeweils einen ausreichenden Rand lassen.
  • Achten Sie auf saubere Unterlagen!
  • Reichen Sie Ihr Bewerbungsschreiben und Ihren Lebenslauf immer im Original ein (Ihre
    Zeugnisse jedoch stets als Kopie).
  • Wenn sie Ihre Bewerbungsunterlagen beim FAV einreichen, dann bitte ohne Bewerbungsmappe (Unterlagen
    und Kopien bitte nur in eine Prospekthülle stecken).
  • Achten Sie darauf, dass Sie die richtigen Bewerbungsunterlagen an die richtigen Empfänger schicken.
    Bei der Menge der jährlichen Bewerbungen, kann der FAV die Unterlagen nicht zurück senden!
  • Verwenden Sie nur saubere, gut lesbare Zeugniskopien und ein ansprechendes Bewerbungsfoto.
  • Benutzen Sie einen passenden und ausreichend frankierten Briefumschlag.